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Blühflächen & Saatgut

Wild- und Honigbienen sind wichtige Bestäuber und verhelfen überall zu höheren Erträgen. Aber schon seit längerem haben unsere heimischen Bestäuberinsekten mit einem dramatischen Bestandsrückgang und Artenverlust zu kämpfen! Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung in Regionen mit hohem landwirtschaftlichem Nutzungsdruck. Hier fehlt Bestäubern oftmals nicht nur der nötige Lebensraum, sondern vor allem die Nahrungsgrundlage.

 

Mittels des Anlegens von Blühflächen tragen Landwirte aktiv zum Überleben und folglich auch zum Arterhalt vieler Insekten bei. Artenreiche Blühflächen auf Feldern sind regelrechte Hotspots für Biene & Co und vor allem in strukturarmen Agrarlandschaften wichtig. Durch das große Blütenangebot dieser Blühflächen über die gesamte Vegetationsperiode finden Blüten besuchende Insekten hier das ganze Jahr über Nahrung. Unter den Insekten befinden sich auch viele landwirtschaftliche Nützlinge, die einen Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung leisten. Zudem werden die Flächen weder gedüngt, noch mit Pestiziden behandelt.

 

Viele weitere Insektenarten, aber auch Bodenbrüter wie Feldlerche und Rebhuhn, finden in den Blühflächen Nahrung und Schutz. Zudem tragen die Pflanzen zur Verbesserung der Bodenqualität durch Stickstoffbindung und zur Bildung einer Humusschicht bei. Im Winter sehen die Blühflächen zwar dunkel und eher unschön aus, sind aber selbst dann wahre Schätze für die z.B. im Boden überwinternden Tiere. Die Pflanzen fungieren als Isolierschicht zwischen Schnee und Erde und bieten somit Schutz vor Kälte und Frost. Gleichzeitig dienen die Blühflächen zahlreichen Wildtieren wie Hasen und Rehwild im Winter sowie im Sommer als wertvolle Deckung.

 

Aber nicht nur die Landwirte können die Bestäuberinsekten unterstützen. Auch Blühflächen entlang der Strassen und innerhalb der Gemeinden haben einen riesen Nutzen. Auch Privatleute im Garten und sogar Balkonbesitzer können den kleinen Nützlingen unter die Arme greifen mit Blumen, Blühmischungen, Stauden, Kräutern, Zwiebeln, Sträuchern und auch Bäumen.

 

Bei Blühmischungen sollte auf ein reiches Nektar- und Pollenangebot geachtet werden. Außerdem sollte regionales/gebietsheimisches Saatgut von Wildpflanzen verwendet werden, als mehrjährige Mischung mit größtenteils Wildpflanzen.

 

Weitere Infos unter zu verschiedensten Blühflächenmöglichkeiten, Saatgut und mehr finden Sie unter Netzwerk Blühende Landschaft.

 

Bei Beratungsbedarf kontaktieren Sie uns gerne!


Umsetzungen zum Thema
Ausbringen von Saatgut

Ausbringen von Saatgut

  • In den letzten Jahren wurden dem LSE e.V. einjährige Saatgutmischungen zur Verfügung gestellt, welche vor allem an Landwirte der Region weiterverteilt wurden
Ausbringen Bienenweiden-Schilder

Ausbringen Bienenweiden-Schilder

  • In Zusammenarbeit mit dem Saatgut-Sponsor wurden Infotafeln zu den Blühflächen entworfen und gefertigt die vom LSE e.V. in Absprache mit dem jeweiligen Landwirtschaftsbetrieb an den entsprechenden Feldern aufgestellt wurden.
Bienenlehrgarten Dömitz 2019

Bienenlehrgarten Dömitz 2019

  • Projektinhalt war die Erschaffung eines Bienenlehrgartens in Zusammenarbeit mit den Schülern des ortsansässigen Schulzentrums. Dazu wurde eine Kooperationsvereinbarung mit der Schule, der Stadt Dömitz und der Projektverantwortlichen Frau Junge, einer engagierten Bürgerin der Stadt Dömitz, abgeschlossen. Ziel des vorliegenden Projektes war es eine stadteigene, verwahrloste Fläche durch heckenartige Bepflanzungen in Verbindung mit größeren Steinen nach außen abzugrenzen, um ein regelloses Durchqueren zu verhindern. Das Innere der Fläche soll aus verschiedenen Bereichen (Magerbereich, Totholz, Stauden, Blühwiesen) bestehen, wobei bei deren Gestaltung die Mitwirkung der Schüler ausdrücklich erwünscht war. Die beiden vorhandenen Bäume (Linde und Fichte) blieben selbstverständlich stehen, ebenso der Wachholder.
  • Somit konnte die Verwirklichung dieses Projektes zwei Zielen gerecht werden. Zum Ersten der Aufwertung einer innerstädtischen Fläche in ökologischer sowie ästhetischer Hinsicht, zweitens der Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen durch aktives Handeln.
  • Dieses Projekt wurde mit Hilfe der Landschaftspflegerichtlinie umgesetzt.